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W E T T K A M P F R E G E L N Grundgedanke dieser Contestregeln ist ein direkter Vergleich surferischer Fähigkeiten von bis zu 6 Wettkämpfer/innen, die in einer festgelegten Zeitspanne von 15-25 Minuten um die besten Wellenfahrten wetteifern, um dabei von den zuschauenden Punktrichtern (Judges) bewertet zu werden. Der Wettkampf beginnt mit einem Hornsignal, worauf die Teilnehmer eines Laufes ins Meer stürmen und ihre Wellenjagt beginnen dürfen. Bei schwierigen Wellenbedingungen, etwa hohe Brandung mit starkem Weisswasser, kann das Schiedsgericht auch den Wasserstart bestimmen. Alle Teilnehmer können in diesem Fall bereits 5-10 Minuten vor Laufbeginn in die Fluten steigen, um bis zum Startsignal schon hinter die Brechungslinie der Wellen zu gelangen. Das Wettkampfgeschehen wird vom Strand aus von 5 Punktrichtern beobachtet, wobei der Oberpunktrichter -Headjudge- die Aufsicht führt und bei strittigen Fragen die letzte Entscheidung hat. Die Wettfämpfer können auch über grössere Distanzen in der zuvor festgelegten Wettkampfzone an ihren farbigen Lycratops voneinander unterschieden werden. Jeder Schiedsrichter bewertet nach einem Leistungsschlüssel jede gefahrene Welle und verzeichnet diese mittels einer Punkteskala auf seinem Bewertungsbogen. Die Wettkämpfer dürfen in der vorgegebenen Zeit eine bestimmte Anzahl von Wellen fahren, die je nach Meeresbedingungen bis zu 15 Fahrten betragen kann. Hiervon gelangen die 3, 4 oder 5 besten Ritte in die Auswertung, womit eine Rangfolge der Laufteilnehmer erstellt wird. Entscheidend ist hierbei nicht die Summe aller Punktwertungen, sondern die von jedem einzelnen Punktrichter aus seiner Wertung erstellte Leistungsrelation (Rangliste) der Laufteilnehmer untereinander. Die besten 2 oder 3 Surfer/innen gelangen somit in die nächste Ausscheidungsrunde. Die Verlierer haben beim Doppel-K.O.-System noch die Chance, sich über die Hoffnungsrunde weiterzuqualifizieren. Beim Kampf um das Anstarten der besten Wellen sind strenge Regeln zu beachten, sodass der Wettkampf fair und die sportliche Leistung einschätzbar bleiben. Die Vorfahrtsregel Bei versehentlichen Drop-ins kann der potentielle Behinderer ohne Wertungsnachteile verbleiben, wenn er unverzüglich wieder die Welle verlässt und dabei die Faht dessen, der sich in der Vorfahrtsposition befindet, nicht wesentlich behindert. Starten in einer Welle mit undefinierbarer Brechungsrichtung zwei Wettkämpfer nebeneinander an, dann erhält derjenige das Vorfahrtsrecht, der als erster einen deutlich erkennbaren Turn (eine mit Punkten bewertbare Technik) in die von ihm bevorzugte Fahrtrichtung ausführt. In diesem Fall muss der Mitstreiter seine Fahrt so einrichten, dass er den Vorfahrtsberechtigten nicht behindert. Er kann in diesem Fall in die entgegengesetzte Richtung anstarten oder hintenan verbleiben. Da es unterschiedliche Brechungsformen von Wellen gibt, unterscheidet man den "Pointbreak" vom "One-Peakbreak (Riff oder Beach) als auch vom "Multi-Peak-Beachbreak" (Wellen über Sandbänken mit mehrern Brechungsbereichen). Beim Pointbreak hat die Welle in der Regel immer die gleiche
Brechungsrichtung und die Vorfahrtregel ist eindeutig. Der Beachbreak mit mehreren Brechungsspitzen ermöglicht
2 Surfern in nebeneinanderliegenden jeweils ähnlichen Brechungsformen
der Welle in einer Vorfahrtsposition dicht am Brechungsrand (auch als
"Inside-Position" bezeichnet) anzustarten. In diesem Fall soll
derjenige die endgültige Vorfahrt erhalten, der als erster zum Stehen
gekommen ist. Sein Mitstreiter muss die Fahrtrichtung freigeben oder aus
der Welle aussteigen. Wenn beide zum gleichen Zeitpunkt aufstehen (Hände
verlassen das Brett), können beide die Welle in unterschiedliche
Richtungen abfahren, wobei sich kein Zusammenstoss ereignen darf. Weisswasserstarts und "Snaking" Verstösse gegen diese Regeln werden immer per Mehrheitsbeschluss von allen Punktrichtern entschieden. In vielen Situationen bedarf es einer grossen Aufmerksamkeit sowohl auf Seiten der Judges als auch der Wettkämpfer, um die Übersicht über die Startsituation im Sinne der Regeln zu behalten. Die Bewertungskriterien einer Wellenfahrt lauten wie folgt: Als Manöver gelten heute alle Laufrichtungswechsel, die der Surfer mit dem Brett vornimmt (Re-entries, Cutbacks, Floaters, Aerials, Tube-rides usw.) Je radikaler diese bei gleichzeitiger Kontrolle vorgeführt werden, desto höher fällt die Wertung aus. Eine Technik muss zu 100% abgeschlossen sein, damit sie gewertet werden kann, d.h. wenn ein Turn nur zu 90% gefahren wird und der Surfer ins Wasser fällt, dann kann dieser Teil der Fahrt nicht mitgezählt werden. Je enger die Techniken im kritischen Teil der Welle durchgeführt werden, umso höher die Wertung. Mit der kritischen Sektion ist der steilste Teil der Welle (Pocket) kurz vor dem Umschlagen gemeint, in dem der Surfer ein höheres Risiko eingeht, die Gleitkontrolle zu verlieren. Auch für die Auswahl seiner Wellen soll der Surfer belohnt werden. Es liegt an ihm, in der vorgegebenen Zeit die Mindestmenge der bewerteten Fahrten mit starken Manövern über die längste Distanz durchzuführen, die auf den kraftvollen, höheren Wellen besser umzusetzen sind. Die Länge einer Fahrt soll nur dann Einfluss auf die Punktwertung haben, wenn diese mit gekonnten Manövern ausgefüllt ist (Funktionale Distanz). Allein die auf den Füssen verbrachte Zeitspanne in der Gleitfahrt garantiert heute keine hohen Wertungen mehr. Hat der Surfer während seines Laufes die vorletzte Welle der ihm zugestandenen maximalen Anzahl erreicht, soll er vom Strand aus darauf hingewiesen werden, dass er nur noch eine Welle fahren darf. Eine Welle gilt grundsätzlich als angestartet, wenn die Hände mit der Aufstehbewegung das Brett verlassen. Nachdem der Surfer seine Serie abgeschlossen hat (entweder durch vorzeitiges Erreichen seiner maximalen Wellenstarts oder durch Beendigung des Laufes mit dem Erklingen des Signalhorns, darf er keine weitere Welle mehr im Stehen abfahren. Er muss auf dem Brett liegend zum Strand zurückgleiten. |
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